Ausstellungen im Künstlerhaus

Erschließung der Kataloge im Künstlerhausarchiv

Das Künstlerhaus und sein Archiv

Der heutige Verein „Künstlerhaus, Gesellschaft bildender Künstlerinnen und Künstler Österreichs“ wurde 1861 als „Gesellschaft der bildenden Künstler Wiens“ gegründet und entwickelte sich schnell zu einer bedeutenden und angesehenen Kulturinstitution. Ins Leben gerufen wurde sie um eine Standesvertretung für bildende Künstler zu schaffen. Themen mit denen sich die Genossenschaft auseinandersetzte waren eine Verbesserung des Kunsthandels, des Ausstellungswesens und des Urheberrechts. (vgl. Aichelburg/ Rachler 2011, S. 3 ff)

Ein weiteres Ziel war es, ein gemeinsames Ausstellungs- und Versammlungshaus zu errichten. 1868 bekam sie mit dem Künstlerhaus am Karlsplatz dann auch tatsächlich ihr eigenes Gebäude. (vgl. Aichelburg 1986, S. 7 ff)

Noch heute umfasst der Verein um die fünfhundert Künstlerinnen und Künstler aus allen Bereichen der bildenden Künste: Malerinnen und Maler, Bildhauerinnen und Bildhauer, Architektinnen und Architekten, Filmschaffende und Kunstgewerbetreibende. (vgl. k-haus)

Der Bestand des Archivs des Künstlerhauses dokumentiert die Geschichte der Künstlervereinigung und des Hauses. Es umfasst unter anderem Ausstellungsakten, Vereinsakten, Einlaufbücher der Kunstwerke, die Medaillensammlung des Künstlerhauses, historische Objekte, KünstlerInnenakten und Künstlerhauskataloge seit 1868. (vgl. k-haus archiv)

Bereits 1871 entschloss man sich, alle Kataloge des Hauses, sowie jene des „Österreichischen Kunstvereins“, zu sammeln. Im zweiten Weltkrieg lagerte man die immer weiter gewachsenen Bestände aus. 1947 kamen sie wieder zurück ins Haus. In den folgenden Jahren verwilderte das Archiv zusehends. Erst 1962 wurden die Bestände wieder geordnet und betreut, wenn auch weiterhin am eher ungeeigneten Dachboden des Künstlerhauses. Zuständig dafür war Dr. Walter Maria Neuwirth, der immer wieder auf diesen Zustand hinwies und 1966 durchsetzen konnte, dass es adäquatere Räumlichkeiten bekam. Schließlich wurden das Archiv 1978 in das Wiener Stadt- und Landesarchiv in der Kandlgasse 30 überstellt und übersiedelte 2002 in dessen neue Räumlichkeiten im Gasometer D. Der Archivar des Künstlerhauses, zu dieser Zeit Dr. Wladimir Aichelburg, wurde als „lebende Leihgabe“ mitgegeben. (vgl. Aichelburg/ Rachler 2011, S. 4 ff und Aichelburg 2011-2014)

Seit 2010 leitet Mag. Paul Rachler das Künstlerhausarchiv und ist zuständig für die Betreuung, sowie die Verwaltung der Bestände. Es handelt sich sozusagen um ein „One Person Archive“.

Literatur

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Projektteam & Archivar Mag. Paul Rachler

Katharina Drechsel-Pötz

kathie.poetz@gmail.com

Silvia Soukal

silvia.soukal@gmx.at

Eva Luttenberger

eva.luttenberger@gmail.com